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Ausschreibung für die Anthologie "Mein schwules Auge"
erstellt am: 23. Juli 2005

Die Anthologie "Mein schwules Auge - das schwule Jahrbuch der Erotik“ (als Pendant zu "Mein heimliches Auge“ des Konkursbuch Verlages) ist sicherlich bereits ein Begriff. Den nunmehr dritten Band wird von dem Berliner Künstler und Fotografen Rinaldo Hopf (als Verantwortlichen für die Bildbeiträge) und Axel Schock (verantwortlich für die Textbeiträge) herausgegebenen.

Gesucht sind wie immer Erstveröffentlichungen von Erzählungen, Essays und Lyrik, sehr gerne aber auch Briefe, Tagebuchauszüge, Glossen, Satiren, Interviews und Reportagen.
So frei wie bei der Wahl der Textsorte sind die Autoren auch bei Wahl der Themen. Der gemeinsame Nenner sollte letztlich lediglich die Auseinandersetzung mit schwuler Erotik und Sexualität sein. Ob dies explizit pornografisch oder eher theoretisierend, ob politisch, satirisch oder poetisch geschieht, ist jedem überlassen.

Gleichwohl möchten die Herausgeber in diesem Band versuchen zwei Schwerpunktthemen zu setzen, die vielleicht eine Anregung bei der eigenen Themenwahl sein können, es aber nicht sein müssen.

Zum einen der Umgang und die Auseinandersetzung mit (kommerzieller) Pornografie:

- Wie waren die ersten Begegnungen, Erfahrungen mit Pornos? Verändern Pornos die eigenen Sexualität? Inwieweit sind Pornos sexuelle Wunsch- und Vorbilder? Wie haben sich die Pornos, wie der eigene Umgang mit ihnen verändert, wie die öffentliche (schwule bzw. allgemeingesellschaftliche) Wahrnehmung verändert?
Porno - das ist auch der Besuch im Cruising-Kino, ist die Vorlauftaste zuhause vor dem Videorecorder, ist die Phantasie, selbst einmal Akteur zu sein, ist die Erfahrung tatsächlich selbst mitgewirkt zu haben, ist der peinliche Moment, wenn Mutti sie in die Finger kriegt…

Das zweite Schwerpunktthema wird sich mit dem Internet bzw. den schwulen Dating-Portalen und den damit verbundene neuen Formen des Cruisens, Kennenlernens und Selbstdarstellung beschäftigen.

- Gayromeo, Gaydar, Gayroyal (-und auch Bareback.com) sind zum schwulen Einwohnermeldeamt der Republik geworden. Ob Lebenspartner oder der schnelle Sex zwischendurch werden immer häufiger übers Internet gesucht, gefunden und organisiert. Jeder, der damit bereits Erfahrungen gesammelt hat, (und sei es nur als „Spanner“), kann Geschichten erzählen: komische, spannende, tragische, peinliche, ernüchternde.
Doch darüber hinaus: Was bedeutet der Boom des Internetdatings für die althergebrachten Formen der schwulen Cruisens und der (kommerziellen) Szene? Und was für die Gay Community und die sozialen Strukturen?

"Mein schwules Auge 3“ wird im Frühjahr 2006 erscheinen.
Bis 15. August 2005 sollten die Beiträge möglichst angekündigt werden. Redaktionsschluss ist der 1. Oktober 2005. Bis dahin müssen die Textbeitrag zugesandt sein; entweder per Post auf Diskette oder CD-Rom incl. Ausdruck oder als eMail-Anhang, in jedem Falle aber abgespeichert im rtf-Format oder als Word-Dokument. Bitte den Text NICHT in die Mail kopieren!
Die Textlänge pro Beitrag sollten möglichst 8.500 Anschläge (incl. Leerzeichen) nicht übersteigen. Überlängen müssten gesondert besprochen werden.

Für die Veröffentlichung wird außerdem fürs Autorenverzeichnis eine Kurzbiografie mit biografischen/ bibliografischen Daten nach eigenem Ermessen und in angemessenem Umfang benötigt. Wichtig: die letzte Buchveröffentlichung, Inszenierung, Ausstellung etc. (zum Erscheinungszeitpunkt des Schwulen Auges Frühjahr 2006). Es steht frei ans Ende dieser Kurzbiografie auch eine Mailadresse als Kontaktanschrift bzw. die Adresse der eigenen Homepage zu setzen.

Außerdem benötigt der Verlag aus rechtlichen Gründen eine schriftliche Bestätigung, dass mit dem Beitrag keine Rechte Dritter verletzt werden, bzw. der Autor rechtlich allein-verantwortlich ist und die Abdruckgenehmigung Beitrag in "Das schwule Auge 3" erteilt.

Die Rechte verbleiben in jedem Fall beim Verfasser.

Nach Erscheinen erhalten die Autoren, deren Beiträge abgedruckt wurden, jeweils zwei Freiexemplare des "Schwulen Auges"; weitere Bücher können beim Verlag mit Autorenrabatt (40 %) erworben werden. Honorar kann der Konkursbuch Verlag leider nicht zahlen, da sonst der Umfang und Druck nicht so üppig ausfallen könnten.

Einsendungen an:

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© Sandra Uschtrin | Uschtrin Verlag | 2010

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