Originaltext, siehe: http://www.goethe.de/ins/us/was/kue/lit/de3803439.htm
und http://www.goethe.de/mmo/priv/3803503-STANDARD.pdf
Aufruf zur Einreichung von Gedichten zum Thema "Stadtleben"
Im Februar 2008 realisierten das Goethe-Institut Washington und das Chinatown Community Cultural Center ein ganz besonderes, sechsmonatiges Projekt: Time Shadows Zeitschatten. Im Rahmen dieses Projektes wurden bekannte Gedichte und Liedertexte aus China, Deutschland und den Vereinigten Staaten gesammelt, in die verschiedenen Sprachen übersetzt und dann auf Plakaten in Washingtons Chinatown präsentiert.
Hintergrund dafür war zu zeigen, dass dieses Gebiet der Stadt, welches wir heute Chinatown nennen, viele Jahre ein Stadtviertel deutschsprachiger Immigranten war. Zuvor, in den frühesten Tagen Washingtons, wurde es von "Immigranten" des ländlichen Virginias und anderer nicht-städtischen Gebiete des neuentstehenden Staates besiedelt.
Ein ähnliches Projekt ist für 2009 geplant. Jedoch wird diesmal die Betonung auf zeitgenössischer Lyrik von deutschen, chinesischen und US-amerikanischen Verfassern liegen.
Wir wollen erkunden, was es heute heißt, als Zuwanderer in einem fremden Land Staatsbürger zu sein, sich als Städter zu fühlen oder sich mit einer vererbten Kultur in urbanen Gebieten wie Berlin, Peking oder Washington DC zu identifizieren. Was macht das Stadtleben attraktiv und wo liegen die Loyalitäten? Mögliche Themen: Wodurch wird eine Stadt zur Heimat? Wie wird man ein "Washingtoner", ein "Berliner", ein "Pekinger"? Wie reagiert man in einer neuen Umgebung auf Sprache?
Das Goethe-Institut Washington fordert deutsche Poeten auf, an diesem Projekt teilzuhaben und ihre "urbanen" Gedichte bis zum 12. November 2008 einzuschicken. Ausgewählte Gedichte werden ins Chinesische und Englische übersetzt und auf großen Postern in Chinatown veröffentlicht. Zudem werden die Verfasserinnen und Verfasser eingeladen, an Lesungen, Diskussionen und anderen Veranstaltungen im Rahmen des Projekts teilzuhaben.
Für die Länge der Gedichte gibt es keine Vorgaben. Da sie in den verschiedenen Sprachen erscheinen, können umfangreiche Werke nicht vollständig auf den Postern veröffentlicht werden. Allerdings besteht die Möglichkeit, diese in voller Länge auf der offiziellen Webseite des Projekts zu lesen, die auch Raum für Hintergrundinformationen über die Arbeit und den Verfasser gibt.
Lane Jennings, der Consultant des Projekts, freut sich auf die Einsendungen. Bitte senden Sie Ihre Arbeiten als Kopie in einer E-Mail (keine Attachments bitte) an folgende Adresse:
lanejen@aol.com.
Goethe-Institut Washington / www.goethe.de/washington
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