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Ausschreibung zum Wettbewerb / Preis
Name Rowohlt-Romanwettbewerb
letzte Änderung am: -
Kategorie historischer Roman (unveröffentlicht)
erstellt am: 10. August 2008

Originaltext: http://www.hierschreibenwir.de/next/rowohlt/

Rowohlt sucht den historischen Roman des Jahres 2009

Der Rowohlt Verlag schreibt einen Romanwettbewerb aus. Eingereicht werden können bisher unveröffentlichte deutschsprachige Romane von mindestens 200 Seiten Umfang. Einzige weitere Bedingung: Die Handlung muss vor 1900 angesiedelt sein. Eine Jury unter der Leitung der Bestseller-Autorin Astrid Fritz wird den besten Roman ermitteln.

Der erste Preis ist ein Buchvertrag mit dem Rowohlt Taschenbuch Verlag. ["Preis" also hier in Anführungsstrichen, denn sonst gäbe es bei jährlich 90.000 Neuerscheinungen pro Jahr über 90.000 "Preise". -S. U.] Welcher Roman veröffentlicht wird, gibt die Jury am 2. März 2009 bekannt. Weitere neun Einsendungen werden mit Prämien (jeweils ein Buchpaket im Wert von 100 Euro) ausgezeichnet.

Bis zum 30. November 2008 können alle Bewerber dem Verlag über diese Seite (www.hierschreibenwir.de/next/rowohlt) einen Handlungsabriss/ein Exposé von bis zu zwei Seiten und ein Probekapitel von maximal 50 Normseiten (1800 Zeichen pro Seite) zukommen lassen.

Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

So geht's
In drei Schritten zur Manuskripteinreichung:

1. Registrieren Sie sich hier (auf der Internetseite http://www.hierschreibenwir.de/next/rowohlt/?q=user/register) und stellen Sie sich mittels eines aussagekräftigen Profils vor.
2. Veröffentlichen Sie dann ihr Exposé und laden Sie den Roman als pdf hoch.
3. Der Verlag wird alle Einsendungen prüfen und Sie gegebenenfalls kontaktieren, um das komplette Manuskript auch per Post anzufordern.

Teilnahmebedingungen:

An dieser Aktion des Rowohlt Verlags kann jeder außer Mitarbeitern des Veranstalters und deren Angehörigen teilnehmen. Selbstverständlich dürfen nur bisher unveröffentlichte Manuskripte eingereicht werden. Zur Einsicht in das Exposé und Roman-Dokument ist ausschließlich der Verlag befugt.
Der Einsendeschluss ist der 30. November 2008 / 24 Uhr - entscheidend hierfür ist ausschließlich der Zeitstempel am Beitrag.

Mit Ihrer Registrierung erkennen Sie diese Teilnahmebedingungen an. Eine schriftliche oder mündliche Beurteilung ist leider nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Musterexposé
Charlotte Mustermann

Exposé: Die letzte Normannin

Dieser historische Roman spielt im 12. Jahrhundert in Italien und erzählt die dramatische Geschichte von Konstanze von Hauteville, der Mutter Friedrichs II, nach den historischen Ereignissen (Lediglich einige Details wie eine Liebesgeschichte wurden hinzuerfunden).

Palermo, 1185: Konstanze von Hauteville, die letzte Erbin der normannischen Dynastie, die das Königreich Sizilien regiert, wird aus dem Kloster geholt, um Heinrich den VI von Hohenstaufen, Sohn des Kaisers Barbarossa zu heiraten. Durch die Ehe soll die Einigung der kaiserlichen mit der sizilianischen Krone erwirkt werden, ein Thronfolger soll den Fortbestand des Königreichs sichern. Papst Innozenz III verteufelt das Abkommen; sein Gesandter Walter von Palearia reist eigens an, um Konstanze die Unfruchtbarkeit an den Hals zu wünschen. Dennoch wird die Trauung in Mailand vollzogen. Konstanze ist unglücklich darüber, ihr Leben nun fern ihrer Heimat an der Seite des kalten und herrschsüchtigen Heinrich verbringen zu müssen. Dieser fühlt sich zwar von der Schönheit seiner Ehefrau angezogen, versucht aber ihre Macht über ihn durch Erniedrigungen zu schmälern.
Sechs Jahre lang scheint sich der Fluch Palearias zu erfüllen: Doch dann wird Konstanze am Ende schwanger. Heinrich, der mittlerweile auf Sizilien versucht, den Aufstand einiger Rebellen niederzuschlagen, hält die Nachricht für einen Trick, um ihn vom Kampf gegen die Sizilianer abzuhalten. Der machthungrige Palearia ist inzwischen zu einem einflussreichen Berater Heinrichs geworden und schürt das Misstrauen des Kaisers eifrig. Er schlägt vor, Konstanze solle nach Palermo reisen, um vor den Augen Heinrichs zu gebären, andernfalls werde dieser das Kind nicht anerkennen. Die geschwächte Konstanze bricht entgegen dem Rat der Ärzte nach Süditalien auf, um das Überleben des Ungeborenen zu sichern. Doch die Wehen setzen zu früh ein. Konstanze gebiert ihren Sohn bei Ancona, in einem Zelt auf dem Marktplatz und vor Hunderten von Zuschauern, um so möglichst viele Zeugen für die Rechtmäßigkeit des Thronfolgers zu haben.
Doch Heinrich hasst seine Frau weiterhin unverhohlen. Sechs Tage nach der Geburt entreißt er ihr den Sohn, den sie selbst Konstantin nennt, der aber offiziell den Namen Friedrich Roger tragen soll. Noch dazu hat Heinrich einige Tage zuvor Tausende von Anhängern der Sizilianer unter einem Vorwand in die Kathedrale Palermos locken lassen, um sie dort niedermetzeln zu lassen. Die verbitterte Konstanze verbündet sich schließlich mit Roger d’Aiello, Anführer der Rebellen und einem liebenden Freund aus Kindertagen, gegen ihren Ehemann. Heinrich schwört Rache. Ihr Überleben verdankt Konstanze einzig dem glücklichen Zufall, dass Heinrich überraschend an einer Darmkolik stirbt. Roger befreit sie, gesteht ihr seine Liebe und informiert sie, dass Palearia und sein Erzfeind, der ehemalige Heerführer Markward von Anweiler, sich nun um das Reich streiten. Konstanzes einziges Interesse gilt der Sicherheit ihres Sohnes; so entschließt sie sich zu einem Pakt mit Palearia: Er soll ihr helfen, den kleinen Friedrich vor Anweiler in Sicherheit zu bringen. Im Gegenzug verzichtet Konstanze im Namen ihres Sohnes auf den Kaiserthron und begnügt sich mit dem Königsthron Siziliens. Es gelingt tatsächlich, Konstanzes Sohn zu retten. Bei der Befreiungsaktion muss jedoch Roger d’Aiello sein Leben lassen.
Als Friedrich drei Jahre alt ist, ist Sizilien nach wie vor durch Unruhen geschwächt und Anweiler nicht bereit, den Status Quo anzuerkennen. Konstanze genießt ihr Mutterglück, ist aber schwer krank und sich ihres baldigen Todes bewusst. Am Sterbebett macht sie ihrem Sohn Mut, die Regierungsgeschäfte und die Kindesfürsorge legt sie in Palearias Hände. Dieser kümmert sich jedoch nicht um das Kind, und so wächst Friedrich in den Straßen Palermos auf. Er ist hochintelligent, neugierig und wissbegierig, bleibt dem Palast teils monatelang fern, lernt, im Straßenjargon zu fluchen, wird aber auch von Juden und Arabern des Viertels in Kunst und Wissenschaft ausgebildet und spricht bald vier Sprachen fließend.
Palearia sieht derweil seine Macht schwinden, Anweilers Truppen rücken immer näher. So verbündet er sich mit dem Erzfeind. Palearia will ihm den Thron überlassen, wenn er dadurch an der Macht bleiben kann. Eine fingierte Entführung des mittlerweile herangewachsenen Friedrichs soll Anweiler als offizielles Druckmittel dienen. Anweiler und seine Krieger dringen in den königlichen Palast ein und werfen Friedrich in den Kerker. Doch zwei Tage nach seinem Sieg erliegt Anweiler einem Magenleiden. Friedrich wird befreit; an seinem vierzehnten Geburtstag erklärt er sich zum rechtmäßigen König Friedrich II von Sizilien und wird vom Volk sofort begeistert angenommen. Sein ewiger böser Geist Palearia dagegen muss sein Leben in einem Kloster außerhalb des Königsreichs beenden.

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