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Ausschreibung zum Wettbewerb / Preis
Name Deutschland sucht den Superdichter
letzte Änderung am: 23. September 2003
Kategorie Gedichte (unveröffentlicht)
erstellt am: 26. Juni 2003

Originaltexte, siehe: www.dichterwettstreit.de und www.superdichter.de

Original-Ausschreibungstext (Variante A)
Original-Ausschreibungstext (Variante B)
Kommentar der WebSite-Betreiberin (Variante A)
Kommentar der WebSite-Betreiberin (Variante B)
"Uschtrin sucht die Superdichterin" (Satire von Sandra Uschtrin)
"Bei einem Kindergeburtstag hätte man sich das nicht erlauben können, da wären die Kinder gegangen und hätten ihr eigenes Ding gemacht."
Weitere Reaktionen zur Veranstaltung in Weimar unter: www.schwingels-lesebuch.de/ , siehe Einträge vom 20. 09.03
Ergebnis der Uschtrin-Ausschreibung

Deutschland sucht den Superdichter

Wer ist teilnahmeberechtigt?
Jeder.

Was kann eingesandt werden?
Ein oder zwei Gedichte eigner Produktion, egal, zu welcher Zeit entstanden. Die Gedichte müssen Reimform haben, wobei das Versmaß gleichgültig ist. Minimum pro Gedicht sind 3 Zeilen, Maximum 3 locker bedruckte Schreibmaschinenseiten.

Wie kann eingesandt werden?
Möglichst auf elektronischem Weg per E-Post - die Texte in die Nachricht einkopiert, nicht als Anhang! Den herkömmlichen Postweg bitte nur in Ausnahmefällen verwenden. E-Post wird bevorzugt bearbeitet. Eine Eingangsbestätigung erfolgt aus organisatorischen Gründen nicht.

Wie geschieht die Auswahl?
Eine Jury trifft eine Vorauswahl. Die Autoren der 25 ausgewählten Gedichte - möglich ist auch eine Doppelauswahl eines Autoren - werden eingeladen.

Wann und wie findet die Endauswahl statt?
Jeweils am 2. Samstag im September, dem Tag der deutschen Sprache, gibt es eine große Abendveranstaltung vor dem Schlößchen Belvedere in Weimar, zu der jeder kommen kann.
Professionelle Schauspieler oder die geladenen Dichter selbst - nach Wahl - tragen hier im Freien vor Publikum ihre ausgewählten Werke vor. Jeder Vortragende wird in ein historisches Kostüm gekleidet, geschminkt, und möglicherweise mit Perücke versehen. Das Publikum entscheidet anschließend durch Beifall: der lauteste Jubel gilt dem Sieger.

Was winkt dem Sieger?
Das von der Menge gekrönte Haupt wird durch eine Büste von sich selbst belohnt, die dauerhaft am Orte des Geschehens aufgestellt wird. Daneben winken ein prächtiger Präsentkorb, Ruhm und Ehre, sowie ein moderner Klapprechner. Wir bemühen uns daneben, dem Gewinner als auch den anderen Geladenen eine Veröffentlichung in einem Gedichtband zu ermöglichen.

Wie erfolgt die Benachrichtigung?
Lediglich die ausgewählten Dichter oder Autoren werden auf gleichem Wege wie die Einsendung benachrichtigt.

Werden Kosten erstattet?
Im Jahr 2003 erhält jeder eingeladene Teilnehmer als Spesenpauschale für Unterkunft und Anfahrt 50 Euro.

Bis wann können Gedichte eingesandt werden?
Für das Jahr 2003 bis zum 31. Juli. In den nächsten Jahren bis zum 30. Juni.

Unser Motto
Die Veranstalter setzen von vornherein auf Ehrlichkeit, Würde und Anstand aller Teilnehmenden. Ziel des offenen Wettbewerbs ist es, die deutsche Sprache im In- und Ausland zu fördern, ihre Schönheit zu vermitteln, zum Schreiben anzuregen sowie zu Schönsinnigkeit und Genuß.
Etwaige Verfehlungen oder unrechtmäßige Beeinflussungsversuche zögen Preisentzug und öffentliche Brandmarkung nach sich Änderungen im Ablauf sowie aller weiteren Umstände sind in jeder Hinsicht vorbehalten.

Rechtliches: Was geschieht mit den vorausgewählten Gedichten?
Die Urheberrechte verbleiben beim Autor. Die Leistungsrechte werden dem Veranstalter für ein Jahr übertragen - bis zum nächsten Wettstreit. Der Veranstalter erhält damit die Möglichkeit, die Gedichte zur Förderung des Wettbewerbs selbst zu verwenden. Der Veranstalter bemüht sich daneben, mindestens zwischen den geladenen Dichtern und sich interessierenden Verlagen oder anderen Interessenten Kontakte herzustellen - in guter Einvernehmlichkeit mit den Dichtern.

Bitte senden Sie Ihre Gedichte nach Möglichkeit auf elektronischem Wege ein:
Gedichte@dichterwettstreit.de
Nur für den Fall, daß dies nicht möglich sein sollte, nutzen Sie bitten den postalischen Weg.
Hier die Anschrift:
Verein Deutsche Sprache
Kennwort Dichterwettstreit
Steinbrückenweg 5
99425 Weimar

Einsendeschluß für dieses Jahr ist der 31. Juli 2003. (Später eingehende Post wird selbsttätig im nächsten Jahr berücksichtigt.) An die durch die Jury Gewählten werden wir uns Mitte August wenden. Bitte geben Sie deshalb möglichst auch eine Telefonnummer an.

Wir wünschen feine Muse, Schönsinn und flüssige Feder!

Der große, nationale Dichterwettstreit!

Liebe Freunde des schönen Wortes, des großen Gedankens, des Äugelns mit der Natur; Freunde der lieblichen Feder Fluß und Geister der Form: Ihr seid aufgerufen, Eure Werke einzusenden. Erlaubt ist, was gefällt! Nur soll es Reimform haben, klingen, in den Ohren und den Herzen widerhallen. Laut oder leis´, böse oder friedvoll, gewaltig oder stille - das steht Euch anheim. Schnell und wild, sanft und lämmergleich; trocken, spröde, kantig, ehern, liebestrunken oder toll, lustig, frevelhaft und frech - herbei die Zeilen alle!

Minimum: ein Gedicht. Höchstens zwei pro Meister oder Gesell´. Das kürzeste soll dreier Zeilen weniger nicht haben, das größte Werk drei Seiten knapp nur überschreiten. Einem jedem ist´s erlaubt, frei jeder Altersgrenze, jedem Stande. Indes, die klügsten Köpfe treffen eine Vorauswahl; geladen zum festlichen Hofe werden die Allerbesten mit ihren schönsten Werken. Das Publikum ist aber Richter: Am Abend selbst des Vortrags - durch den Künstler oder beruf´nen Mund´ - entscheidet die Menge, gewöhnlich Volk. Wer weckt den Geist der Herren, wer bringt der Damen Herz zum klingen? Wer küsset jede Seele? Wer tönet leis in jedem Ohr, wer malt mit Worten Bilder, reizt dreist die Götter selbst?

Wer ist der Beste?

Kommentar zur Ausschreibung von der Betreiberin dieser WebSite:

Variante A: Ich hätte lieber ein modernes Klappmesser.

Variante B:

O holde Sprache, du! So schön!
Wer träumt mit dir
Sich zum Planet der Männer
Und buhlt um "Sieger", "Meister" und "Gesell'"?
Der deutsche Vereins
Meier mit Eier
na denn

© Sandra Uschtrin
(Auch die Nutzungsrechte für dieses Gedicht verbleiben bei der Autorin.)

Achtung: Satire!

Ausschreibung zum Wettbewerb / Preis

Name "Uschtrin sucht die Superdichterin" - ein Wettbewerb zum Thema Sprache (eine Satire)
letzte Änderung am: -
Kategorie Gedichte zum Thema Sprache (unveröffentlicht)
erstellt am: 26. Juni 2003

Text der Originalausschreibung: hier:

Wer ist teilnahmeberechtigt?
Jede.

Was kann eingesandt werden?
Ein oder zwei eigene Gedichte zum Thema Sprache. Die Veranstalterin (Jurymitglied) liest gerne Witziges, Satirisches, Geistvolles, Phantastisches, Skurriles, Poetisches, Albernes. Umfang pro Gedicht: mindestens 1 Zeile, höchstens 1 Seite.

Wie kann eingesandt werden?
Bitte per Brief. Dass Ihr Brief mich erreicht, die deutsche Post also nicht geschludert hat, wird von mir nicht eigens bestätigt. Außerdem wäre mir das zu viel Arbeit.

Wie geschieht die Auswahl?
Eine Jury (ich und meine Freundin) trifft eine Vorauswahl. Die Autorinnen der sieben ausgewählten Gedichte - möglich ist auch eine Doppelauswahl einer Autorin - werden eingeladen. (Denksportaufgabe: Dann wären es möglicherweise nur noch vier?)

Wann und wie findet die Endauswahl statt?
Am 2. Samstag im September, dem Tag der deutschen Sprache, gibt es eine große Abendveranstaltung im Taxisgarten, einem beliebten Münchner Biergarten mit leckeren bayerischen Schmankerln, in den wir hiermit alle einladen.
Eine professionelle Verlegerin (ich) oder die geladenen Dichterinnen selbst - nach Wahl - tragen hier im Freien vor Publikum ihre ausgewählten Werke vor. Alle Vortragenden werden in ein historisches Kostüm gekleidet, geschminkt und möglicherweise mit Perücke versehen. Vielleicht aber auch nicht. Das Publikum entscheidet anschließend durch Beifall: der lauteste Jubel gilt der Siegerin. Oder natürlich auch dem Sieger.

Was winkt der Siegerin?
Ein prächtiger Präsentkorb wird, von der Gewinnerin gefüllt, an die Jury übergeben. Dafür darf sich das von der Menge gekrönte Haupt den Büstenhalter der Verlegerin persönlich anziehen und entsorgt den eigenen möglichst dauerhaft am Orte des Geschehens. Daneben winken Rum (1 Flasche) und Ehre sowie ein modernes Klappmesser.
Sie können versichert sein, dass wir uns daneben nicht bemühen, der Gewinnerin als auch den anderen Geladenen eine Veröffentlichung in einem Gedichtband zu ermöglichen.

Wie erfolgt die Benachrichtigung?
Lediglich die ausgewählten Dichterinnen oder Autorinnen oder Schriftstellerinnen oder Dingenskirchen werden auf gleichem Wege wie die Einsendung benachrichtigt.

Werden Kosten erstattet?
Im Jahr 2003 erhält jede eingeladene Teilnehmerin als Spesenpauschale für Unterkunft und Anfahrt 5 Euro. Da über die Höhe der Spesenpauschale im Jahr 2004 erst zu Beginn des nächsten Haushaltsjahres neu entschieden wird und diese von der jeweiligen Haushaltslage abhängen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt bedauerlicherweise noch nicht mitgeteilt werden, über welchen Betrag sich die Pauschale dann belaufen wird. Bitte sehen Sie daher von weiteren Nachfragen diesbezüglich ab. (Herrgottnochmal, als ob es immer nur aufs Materielle ankäme!)

Bis wann können Gedichte eingesandt werden?
Für das Jahr 2003 bis zum 31. Juli. In den nächsten Jahren bis zum 30. Juni. Oder doch aus organisatorischen Gründen ein wenig später. Oder früher.

Unser Motto
Die Veranstalterin setzt von vornherein auf das Geltungsbedürfnis, das Sendungsbewusstsein und die Unanständigkeit aller Teilnehmenden. Ziel des offenen Wettbewerbs ist es, das Sprachbewusstsein des deutschen Volkes im In- und Ausland zu fördern, zum Schreiben anzuregen sowie zur allgemeinen Heiterkeit beizutragen.
Beeinflussungsversuche sind ausdrücklich erwünscht. Bitte kurbeln Sie Ihre Phantasie an; gerne verrate ich meine Kontonummer! Sollten Sie es vorziehen, hierauf zu verzichten, zöge das Preisentzug und öffentliche Brandmarkung nach sich. Bitte die Rumflasche in diesem Fall gespült zurückgeben.

Rechtliches: Was geschieht mit den vorausgewählten Gedichten?
Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin (weil das selbstverständlich ist, da es nicht übertragbar ist). Was mit den Nutzungsrechten geschieht, entscheidet die Autorin. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Bitte senden Sie Ihre Gedichte an:
Uschtrin Verlag
Kennwort "Superdichterin"
Taxisstr. 15
80637 München

Einsendeschluss für dieses Jahr ist der 31. Juli 2003. (Später eingehende Post wandert in den Papierkorb. Dort landen auch alle anderen Einsendungen, die der Jury nicht gefallen. Also: Originale in der Schublade lassen und nur Kopien versenden!) An die durch die Jury Gewählten werden wir uns zu gegebener Zeit wenden. Bitte geben Sie deshalb möglichst auch eine Telefonnummer an. Auch ein Ganzkörperfoto wäre ggf. von Vorteil.

Wer ist die Beste?

Ergebnis der Uschtrin-Ausschreibung

München, 23. September 2003:
An meiner "Ausschreibung" "Uschtrin sucht die Superdichterin" nahmen neun Frauen und ein Mann teil. (Offenbar fühlten sich die Männer nicht so stark angesprochen - komisch, wieso das?) Ihre Gedichte und Anschreiben waren so erheiternd (dankeschön!!!), wie ich es mir zwar erhofft, nicht aber für möglich gehalten hätte. Kommentar meiner Freundin (= 2. Jurymitglied): "Das gäbe ein nettes Büchlein!!! Habe Spaß gehabt! Was machst du jetzt mit denen?"

Tja, was mache ich jetzt mit Ihnen? Ich schlage folgendes vor:

Ich notiere mir Ihre Adressen und sende Ihnen ein Freiexemplar der kommenden "Handbuch"-Ausgabe, die ca. Anfang 2005 erscheinen wird. Wer von Ihnen nicht so lange warten möchte, kann sich gerne bei mir melden und sich (oder wem anders) die derzeit gültige Ausgabe zusenden lassen.

In der Hoffnung, dass Sie damit einverstanden sind und

mit herzlichen Grüßen

Sandra Uschtrin

PS: Für den Biergarten war es an dem Tag wirklich zu kalt, siehe auch die Berichte über die Veranstaltung in Weimar unter www.schwingels-lesebuch.de (Lesebucheinträge vom 20.09.03). Außerdem - ich gestehe es - trage ich gar keinen Büstenhalter, und wie hätte ich da ...

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© Sandra Uschtrin | Uschtrin Verlag | 1997–2012

über 25 Jahre "Handbuch für Autorinnen und Autoren"
Die Jubiläumsausgabe!
Hardcover. 704 Seiten. 49,90 EUR. www.uschtrin.de/handbuch.html

Uschtrin Verlag,Taxisstr. 15, D-80637 München, fon: +49 (0) 89 159 80 166, fax: +49 (0) 89 159 80 167
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