Originalausschreibung unter: http://www.heise.de/tp/r4/magazin/lit/22293/1.html
Wenn Orwell die Realität ist - wie sieht die Zukunft aus?
Every breath you take (Alkoholtestgerät),
Every move you make (Bewegungsmelder, Satellitenortung)
Every bond you break (Alarmierungssysteme)
Every step you take (elektronische Fußfessel, Bewegungsprofile)
Every single day (kontinuierliche, automatisierte Datenaufzeichungen)
Every night you stay (Nachtsichtgeräte)
Every vow you break (Stimmanalyse)
Every smile you fake (Lügendetektor)
Every claim you stake (Datenbankabgleich, biometrische Identifizierung)
I'll be watching you (Videoüberwachung) ...
22 Jahre nach dem Orwelljahr 1984 hat die einst so bedrohliche Vision ihren Schrecken verloren. Der immerwährende Krieg erinnert an den seit 2001 stattfindenden "War on Terror", Nachrichten- und Medienmanipulation ist an der Tagesordnung und (versteckte) Kameras sind allgegenwärtig. Doch auch die anderen düsteren Visionen einer Zukunft haben längst ihren Weg in die Gegenwart gefunden und sind (fast) Realität. Wenn Lehrerinnen wegen einer Wahrscheinlichkeit einer Erbkrankheit ihren Arbeitsvertrag nicht bekommen, erinnert dies an "Gattaca", die Spaß- und Wegwerfgesellschaft kennt man aus "Schöne neue Welt", die Bestrebungen "antisoziales Verhalten, selbst in Form eines Spuckens auf die Straße zu beenden", an "Demolition Man" und die selbständigen Drohnen im Krieg lassen Erinnerungen an "Screamers" aufkommen. Doch wenn all dies schon normal ist, wie sieht die Zukunft aus? Wird es eine Rückbesinnung auf mehr Freiheit, mehr Bürgerrechte geben oder nimmt das Panopticum zu? Wird Datenschutz eine Rolle spielen oder doch nur "Täterschutz" sein?
Auf diese Fragen sucht "Schreibrecht 2006" eine Antwort.
Gemeinsam mit sieben Bürgerrechtsorganisationen präsentiert Telepolis den ersten Bürgerrechts-Schreibwettbewerb des neuen Jahrtausends.
Einsendeschluss ist am 15.07.2006.
Mitmachen kann jeder, dem die Themen "Datenschutz" und "Bürgerrechte" am Herzen liegen. Bei den Texten kann es sich um Essays, Erzählungen oder Berichte handeln. Die Einreichungen werden in Telepolis online veröffentlicht. Die Telepolis-Leser entscheiden über einen Publikumspreis, der mit 500 Euro dotiert ist.
Zudem spendiert die c’t für den ersten Preisträger ein Jahresabo und eine DVD mit dem kompletten c't-Archiv. Für weitere vier Gewinner gibt es jeweils ein Jahresabo der c’t und ein Datenschutzpaket. Eine namhaft besetzte Jury wird gesondert die beste Einreichung mit einem Geldpreis von 1.000 Euro prämieren (die c’t legt dazu noch ein Jahresabo und eine DVD mit dem kompletten c't-Archiv). Der Preis wird während "Wizards of OS 4: Information Freedom Rules" (14.-16. September 2006) in Berlin verliehen.
Unterstützt wird "Schreibrecht 2006" von:
Die Jury besteht aus:
Teilnahmebedingungen
Akzeptiert werden nur Einsendungen, die via E-Mail (schreibrecht@telepolis.de) eingeschickt werden und nicht umfangreicher als max. 25.000 Zeichen sind.
Die Autoren bitten wir anzugeben, ob es sich um einen Essay, eine Erzählung oder einen Bericht handelt. Die Texte müssen den Namen des Autors oder der Autoren, einen Titel und einen Untertitel enthalten. Sie müssen als unformatierter Text (kein HTML) eingereicht werden. Berücksichtigt werden nur Texte, die sich mit dem Thema des Wettbewerbs beschäftigen. Die Veranstalter behalten sich die Möglichkeit vor, nach eigenem Ermessen Einreichungen, die eine Mindestqualität unterlaufen oder gegen das Recht verstoßen, auszuschließen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Eine von der Redaktion von Telepolis vorgenommene Endauswahl wird jeweils auf einer Seite in Telepolis ab dem 22.07.2006 veröffentlicht. Aus diesen Artikeln können die Leser bis zum 10.09.2006 den besten Beitrag für den Publikumspreis wählen. Weiterhin wird an den besten Text ein Hauptpreis verliehen, der durch eine von der Redaktion von Telepolis ausgewählte Jury vergeben wird.
Jede(r) Autor(in) darf nur jeweils einen Beitrag einreichen. Bei dem Beitrag muss es sich um ein selbstverfasstes, bisher unveröffentlichtes Werk in deutscher Sprache handeln. Die Autorinnen und Autoren versichern mit der Einreichung, dass alle Rechte ausschließlich bei ihnen liegen und keine Rechte Dritter verletzt werden. Überdies wird dem Veranstalter, insbesondere Telepolis, die unentgeltliche Online-Veröffentlichung und eventuell Archivierung der Beiträge gestattet. Ansonsten bleiben die weiteren Nutzungsrechte nach dem Ende des Wettbewerbs bei den Autoren. Die Veranstalter schlagen vor, die Einreichungen unter eine nichtkommerzielle Creative Commons Lizenz zu stellen, die Entscheidung bleibt aber den Autoren vorbehalten.
Teilnahmeberechtigt sind nur Personen, die älter als 18 Jahre alt sind. Kinder und Jugendliche benötigen für ihre Teilnahme eine schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter der Heise Medien Gruppe sowie damit direkt verbundener Unternehmen.
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© Sandra Uschtrin | Uschtrin Verlag | 19972012
über 25 Jahre "Handbuch für Autorinnen und Autoren"
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