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... Sebastian Wolter
(Verleger, Voland & Quist)
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erstellt am: 11. März 2009
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(In: Federwelt Newsletter Nr. 107 vom Februar 2009)
3 Fragen an ... Sebastian Wolter (Verleger, Voland & Quist)
Sie haben Verlagswirtschaft studiert und im Aufbau-Verlag gearbeitet. Also muss Ihnen 2004, als Sie Voland & Quist zusammen mit Leif Greinus gründeten, bewusst gewesen sein, dass Sie es nicht leicht haben werden mit einem jungen Verlag inmitten etablierter großer Verlage. Inzwischen werden Ihre Bücher in SPIEGEL, ZEIT und Deutschlandradio besprochen. Wie haben Sie das geschafft?
Ich denke, dass das vor allem an unserem Programm liegt, d.h. dass wir Bücher haben, die diese Journalisten/Medien auch interessieren. Natürlich profitieren wir auch von dem hohem Interesse in den Redaktionen an jungen Verlagen, was eine Art Trend der letzten Jahre war. Der Rest ist sicherlich profane Pressearbeit, also einen aktuellen Presseverteiler haben, Kataloge verschicken, auf Anfragen sofort reagieren, die Vorlieben der Journalisten kennen etc. Außerdem hat uns sicherlich auch der gemeinsame "Presseversand der Independents" geholfen, der uns einige neue Kontakte gebracht hat.
Jedem Ihrer Bücher liegt eine CD oder eine DVD bei, um dem "Lesebühnencharakter" der Texte gerecht zu werden. Was zeichnet Lesebühnenliteratur aus?
Sie ist sehr spontan und kurzweilig und verbindet Alltagsbeobachtungen und Kritik an gesellschaftlichen Zuständen mit Humor. Die Texte sind meist kurz (max. 10 min) und wurden auch für den mündlichen Vortrag verfasst. Da lässt sich das gesprochene und geschriebene Wort nicht wirklich trennen. Deshalb erscheinen unsere Bücher auch mit CD.
Sie arbeiten mit anderen jungen Verlagen wie Blumenbar, kookbooks und dem Verbrecher Verlag zusammen. Auf welche Weise stärken sich die Independents gegenseitig?
Zuallererst durch Erfahrungsaustausch, durch gemeinsames Auftreten, z.B. auf der Leipziger Messe, bei Veranstaltungen oder beim bereits erwähnten gemeinsamen Presseversand. Allerdings sind das oft wechselnde Konstellationen. Auf jeden Fall senkt man so seine Kosten und vermeidet Fehler. Zurzeit gibt es Überlegungen zur Kooperation bei Vertriebsaktionen und eBooks.
Fragesteller: Titus Müller, Herausgeber des Federwelt Newsletters (www.federwelt.de)
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