»Schreib den verd... Roman!«

Die simple Kunst, einen Bestseller zu verfassen. Ein Anti-Ratgeber
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Bibliografische Angaben

Stephan Waldscheidt

Schreib den verd... Roman!
Die simple Kunst, einen Bestseller zu verfassen.
Ein Anti-Ratgeber

220 Seiten, mit 29 Cartoons, 21 Euro
Uschtrin Verlag, 2006
ISBN: 978-3932522048

 

Vorwort

In einem kleinen Verlag wie dem Uschtrin Verlag ist die Verlegerin für alles zuständig, sogar für die unaufgefordert eingesandten Manuskripte. Sie lässt nicht lesen, sie liest (noch) selbst. Und fragt sich dabei, sofern sie das Manuskript nicht nach den ersten drei Seiten aus der Hand legt: Wer sind die Leserinnen und Leser? Wer soll das Buch kaufen? Passt es in mein Verlagsprogramm?

Bei diesem Manuskript war alles anders.

Ich habe nicht gedacht, ich habe gelesen und Tränen gelacht. Weil es so witzig ist, so böse, so genial auf den Punkt bringt, warum so viele Manuskripte nicht überzeugen.
Der Waldscheidt ist somit die ideale Lektüre für alle, die sich mit Sprache beschäftigen.

Lektorinnen und Agenten überrascht es mit einem originellen Blick auf Schwach- und Stolperstellen in Manuskripten. Denn was sind eigentlich die Gründe, dass ich bei einem Manuskript schon nach Seite drei aufgebe, es bei einem anderen immerhin bis Kapitel vier schaffe und das nächste bis morgens um fünf in einem Rutsch durchlese? Patzern auf die Schliche zu kommen, macht ab sofort richtig Spaß. Ein Buch, das den Lesealltag zum Funkeln bringt und Textanalysten mit neuem Schwung und Entdeckerfreude zum nächsten Manuskript greifen lässt.

Und dieses nächste Manuskript, liebe Autorin, lieber Autor, könnte Ihres sein, nicht wahr? Oder nicht, weil Ihr Roman noch nicht fertig ist? Sie noch an den Sätzen feilen, auf dass es diesmal ein Bestseller werde? Dann hat Ihnen der Waldscheidt gerade noch gefehlt!

Doch Vorsicht: Waldscheidt ist kein Ratgeber. Er ist ein Anti-Ratgeber. Ein Buch für Fortgeschrittene mit Liebe zum Wort. Denn es nimmt sie nicht an die Hand, wie gewöhnliche Schreibratgeber es tun. Es stößt sie vor den Kopf, ist gemein zu ihnen. Zugegeben, Kollege Waldscheidt geht recht ruppig mit Ihnen um. Aber Sie wissen ja, ein Coach, der zu Spitzenleistungen anspornt, ist auch nicht immer nur nett. Und liebt seine Schützlinge doch - auf diese ganz besondere Art. Womit er ihnen den Kick gibt, den sie brauchen, um sich selbst zu übertreffen.

Denn harte Wochen stehen Ihnen bevor. Wochen, in denen Sie Stunden um Stunden in orthopädisch bedenklicher Haltung vor Ihrem Monitor hocken werden. Wochen mit hohem Papierverbrauch. Tage der Verzweiflung, aber auch Tage der Euphorie.

Warum tun Sie sich das nur an?
Weil Sie das Schreiben einfach nicht lassen können?
Weil es für Sie so wichtig ist wie die Luft zum Atmen?

Dann bitte: lesen! Und Sie werden es schaffen! Natürlich nicht sofort. Vielleicht erst beim siebten oder siebzehnten Versuch/Manuskript. Aber irgendwann ganz bestimmt – Waldscheidt sei Dank!

Sandra Uschtrin